Brixen

Seit 30 Jahren pflegen wir eine Tradition: Bei schönem Wetter wird auf dem Heimweg aus Italien in Brixen eine Pause eingelegt. Brixen ist eine der ältesten Städte der Region Tirol und der Hauptort des Eisacktales. Besser hätte das Wetter diesmal nicht sein können. Also, same procedure as every time: Erst Capuccino auf dem Domplatz und dann in den Gassen der Altstadt die Füße vertreten. Leider waren wir über Mittag da und die Geschäfte hatten geschlossen, aber dank Speckstand am Pfarrplatz konnten wir noch ein Stück Speck mit nach Hause nehmen …

So, jetzt habt ihr es geschafft! Das war der letzte Blogbeitrag zu unserem Kurzurlaub am Gardasee 🙂

Solferino & Sirmione

Fährt man etwas ab vom Gardasee, ist man ganz allein. So wie im  geschichtsträchtigen Solferino. Das Ossario di Solferino, die Knochenkapelle, ist sicher nicht jedermanns Sache. Hier sind rund 7.000 Schädel und Gebeine gefallener Krieger, die bei der Unabhängigkeitsschlacht 1859 gefallen sind, zu sehen. Ein Denkmal erinnert an den Schweizer Henri Dunant. Als der zufällig an dem Schlachtfeld in Solferino vorbei kam, hatte er Mitleid mit den Verwundeten. Er organisierte Medikamente für die Schwerverletzten und gründete nach seiner Rückkehr in die Schweiz das Rote Kreuz.

Uns hat dieser Ort der Stille jedenfalls sehr gefallen. Nach einem kleinen Fotoshooting haben wir uns aber wieder ins Getümmel gestürzt. Denn eines steht für viele fest: war man nicht in Sirmione, war man nicht am Gardasee! Das pittoreske Städtchen will jeder sehen. Wenn man das Stadttor durchquert hat, verlaufen sich die Touristenströme aber und dann ist es auch hier schön 😉

Punta San Vigilio

Punta San Vigilio ist ein malerischer Ort nördlich von Garda. Der kleine Weiler aus dem 15. Jahrhundert wurde in ein Luxusresort verwandelt, bestehend aus dem Hotel Locanda San Vigilio (dem ehemaligen Gasthaus), einem Restaurant und einer Panorama-Bar, wo noch Plätze auf der Mole frei waren. An diesem schönen Ort musste es für mich unbedingt ein Aperol-Spritz sein 😉
Vor dem Abendessen im Ristorante AL 23 direkt vor unserer Haustür haben wir uns den Ort Affi angesehen, von dem wir bisher nur das Gewerbegebiet kannten. Ein hübsches kleines Örtchen mit einer schönen schmalen Straße zurück zum Gardasee. Hans war begeistert 😉

Madonna della Corona

An unserem ersten Tag am Gardasee war die Sicht so klar, dass wir beschlossen, eine kleine Autotour zu machen. Unser Ziel war die Wallfahrtskirche Madonna della Corona, die in 773 m Höhe auf einem Felsvorsprung unmittelbar über einem steilen Abhang steht. Vom Ort Spiazzi, der auf dem Monte Baldo liegt, führt ein Kreuzweg vorbei an den Kreuzwegstationen mit lebensgroßen Bronzefiguren, etwa 100 m hinab zur Kirche. Eine Besonderheit der Kirche ist, dass die Westwand und die Nordwand hinter dem Altar aus Felswänden bestehen.

Auf einer serpentinenreichen kleinen Straße mit toller Aussicht auf den Gardasee ging es über Castelletto di Brenzone zurück nach Lazise. Im Ristorante Classique konnten wir beim Abendessen auf der Terrasse den Sonnenuntergang genießen. Die dunklen Wolken brachten keinen Regen und so fiel auch der obligatorische Abendspaziergang mit Eis essen nicht ins Wasser.

Lazise

Wir dachten 30 Jahre Boykott sollten reichen und haben dem “südlichsten See Bayerns” mal wieder einen Besuch abgestattet. Wie erwartet trifft man am  Gardasee mehr Deutsche als Italiener. Wir wohnten in Lazise, wo es trotz der vielen Touristen sehr entspannt zu geht. In den Achtzigern waren wir immer nur zum Surfen am Gardasee und das im Norden bei Malcesine. Es gab jetzt also viel zu entdecken. Aber das erzähle ich euch alles im Lauf der nächsten Tage …

Lago d’Iseo II

Über unseren 33. Hochzeitstag verbrachten wir mit Florian ein paar wunderbare Tage am Lago d’Iseo. Am Lago d’Iseo waren wir zwar schon mehrfach (das letzte Mal 2013), aber diesmal waren wir reif für die Insel und hatten eine Wohnung auf der Monte Isola gemietet. Es war perfekt! Die Gastgeber Elena und Emilio, die Lage am See und die Nähe zum Ort Peschiera Maraglio mit Läden und Restaurants, die Ausstattung der Wohnung, die Fahrräder zur freien Verfügung, das Wetter … es hat einfach alles gepasst! Und dass Florian dabei war, hat uns besonders gefreut! Besser geht’s nicht 🙂

Venedig

Letztes Wochenende waren wir nach Jahrzehnten mal wieder in Venedig. Wir hatten ein kleines Stadthaus im Stadtteil Cannaregio gemietet. Die Lage war phantastisch. Nach Cannaregio verlaufen sich relativ wenig Touristen. Gleich um die Ecke gab es Einkaufsmöglichkeiten fürs Frühstück, eine angesagte Weinbar und gute Restaurants.

Samstag sind wir schon morgens um 5.30 Uhr los zum Markusplatz. Ein Traum! Können wir nur empfehlen. Museen und Kirchen standen nicht auf unserem Plan, wir haben uns lieber über den Gondelbau aufklären lassen (auf italienisch, aber Hans hat brav gedolmetscht). Sehr interessant! Ein Ausflug zu den bunten Häusern auf Burano durfte auch nicht fehlen.

Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es hat nur Samstagabend geregnet und sonst war es sonnig bis bedeckt aber warm. Was will man mehr!
Fazit: Abseits der Hauptattraktionen ist Venedig wunderschön!

Colli Euganei

Es gibt jetzt eine Gegend weniger im Veneto, die wir noch nicht erforscht haben! Die malerischen Euganeischen Hügel südwestlich von Padua sind vulkanischen Ursprungs und von dichten Laubwäldern, üppigen Wiesen, Olivenhainen und zahllosen Weinreben überzogen. Es gibt viele kleine Dörfer, aber auch zahlreiche venezianische Herrenhäuser und hervorragenden Wein 🙂

Da es bis zur Küste nicht weit ist, haben wir ausserdem einen Ausflug ins idyllische Chioggia gemacht … dem kleinen Venedig.  Rundum eine gelungener Kurzurlaub!

 

Lago d’Iseo I

Immer wieder zieht es uns zum Lago d’Iseo. Er ist der viertgrößte der oberitalienischen Seen und befindet sich etwa 20 km nordwestlich von Brescia.  Im Gegensatz zum Gardasee ist der Lago d’Iseo noch weitgehend unbekannt. Ich finde, er hat das Flair der 50er Jahre …

Ein Ort zum Träumen ist das Hotel Rivalago. Es liegt in Sulzano, direkt am See ..

Die Monte Isola ist die größte Insel in einem südeuropäischen Binnengewässer. Sie hat etwa 9 km Umfang und ragt mehr als 400 Meter über die Wasseroberfläche des Sees. Auf der Insel gibt es eine Buslinie, die Bewohner dürfen Mopeds und Motorroller nutzen. Autos und LKW sind nur in Ausnahmefällen zugelassen. Touristen dürfen die Insel nur unmotorisiert oder mit dem Linienbus erkunden. Es gibt noch 2 kleinere Inseln, Isola di Loreto und Isola di S. Paolo. Isola di S. Paolo befindet sich in Privatbesitz der Waffenherstellerdynastie Beretta.

Unmittelbar südlich des Sees beginnt das Weinanbaugebiet Franciacorta. Hier werden Schaumweine im Stil eines Champagners hergestellt. Sehr zu empfehlen!